Die kurze Antwort: Geprüft wird bei beiden, die Folgen für den Score hängen vom Anbieter ab. Klarna schreibt, dass die Bonitätsprüfung bei „In bis zu 30 Tagen bezahlen“ keinen Einfluss auf Ihre Kreditwürdigkeit hat. PayPal tauscht laut Datenschutzerklärung Daten mit Kreditauskunfteien aus, sagt aber nicht, mit welchen und ob das Ihren Score berührt. Sicher ist bei beiden: Wer innerhalb der 30 Tage vollständig zahlt, bekommt keinen negativen Schufa-Eintrag. Der entsteht erst, wenn eine Forderung trotz Mahnung offen bleibt. Neu ab 20. November 2026: „Später bezahlen“ über PayPal oder Klarna fällt dann unter das Verbraucherkredit-Recht, mit strengerer Prüfung vor dem Kauf.
Was der Schufa-Score über Sie aussagt
Als Deutschlands größte Auskunftei hat die Schufa erheblichen Einfluss auf unsere täglichen Geschäfte. Von großer Bedeutung für die Kreditvergabe oder für den Abschluss eines Mobilfunk-Vertrags ist vor allem der Schufa-Score. Diesen ermittelt die Auskunftei anhand verschiedener Parameter. Der Score gibt Unternehmen Auskunft darüber, wie kreditwürdig der Verbraucher ist. Begleicht dieser seine Rechnungen stets pünktlich, ist der Score meist recht hoch. Ist der Verbraucher hingegen mit einer Zahlung in Verzug oder läuft bereits ein Mahnverfahren, fällt der Score niedriger aus. Der Schufa-Score hat deshalb vor allem Auswirkungen auf die Kreditvergabe bei Banken. Anhand des Scores entscheidet die Bank über die Vergabe eines Kredites und über die Zinskonditionen.
So funktioniert „später bezahlen“ bei PayPal und Klarna
Heutzutage ist ein Bankkredit für viele Verbraucher jedoch nicht die erste Wahl. Oft nutzen sie die Zahlungsoption „Buy now, pay later“. So ist es möglich, den Artikel schon zu kaufen, aber erst einige Tage oder sogar Wochen später zu bezahlen. Bei PayPal heißt diese Option „Bezahlung nach 30 Tagen“ beziehungsweise „später bezahlen“: Die Ware kommt sofort, die Rechnung wird erst innerhalb von 30 Tagen fällig. Außerdem bietet PayPal wie viele Zahlungsdienstleister die Option an, eine fällige Rechnung in einen verzinsten Ratenkauf umzuwandeln.
Hier ist jedoch Vorsicht geboten. Denn mit dem Anklicken der Zahlungsoption „später bezahlen“ schließt der Käufer faktisch ein kurzfristiges Darlehen ab. Zwar erscheint es im ersten Moment vorteilhaft, Waren bereits jetzt zu erhalten und zu nutzen, aber erst später zu bezahlen. Wird die Rechnung jedoch in einen Ratenkauf umgewandelt, fallen je nach Anbieter Zinsen an. Wie sich die einzelnen Zahlungsarten von Klarna auf die Schufa auswirken, lesen Sie weiter unten im Vergleich.
PayPal 30 Tage später zahlen: so läuft es ab
Die Bezahlung nach 30 Tagen kostet bei PayPal nichts, solange Sie die Frist einhalten. Die Eckdaten laut PayPal-Hilfe:
- Auswahl: im Bezahlvorgang über „Mit PayPal zahlen“. Vor dem Abschluss zeigt PayPal den Kreditvertrag an und schickt ihn Ihnen zu.
- Betrag: 1 Euro bis 3.000 Euro je Einkauf.
- Fälligkeit: PayPal zieht den Betrag nach 30 Tagen automatisch von Ihrem Bankkonto oder Ihrer Debitkarte ein. Sie müssen nichts überweisen.
- Früher zahlen: jederzeit im Bereich „Später Bezahlen“ Ihres PayPal-Kontos, aber nur den ganzen Betrag. Teilzahlungen und Kreditkarte gehen nicht.
- Verlängern: einmal pro Einkauf auf 60 oder 84 Tage, dann gegen Gebühr.
Unsere Einschätzung: Die kostenlose Variante ist für Verbraucher ein fairer Zahlungsaufschub. Die Verlängerung ist es nicht. Wer schon beim Kauf weiß, dass das Geld in 30 Tagen nicht auf dem Konto ist, sollte den Kauf verschieben, statt auf die kostenpflichtige Verlängerung zu setzen. Und weil der Betrag automatisch eingezogen wird, gehört der Fälligkeitstag in den Kalender.
Klarna 30 Tage später zahlen: so läuft es ab
Bei Klarna heißt die Option „In bis zu 30 Tagen bezahlen“. Die Eckdaten laut Klarna:
- Fristbeginn: Die 30 Tage laufen ab Versand der Bestellung, nicht ab dem Kauf. Sobald der Shop versendet, schickt Klarna das Fälligkeitsdatum per E-Mail.
- Kosten: keine Zinsen und keine Gebühren, wenn Sie pünktlich zahlen.
- Zahlung: Klarna zieht den Betrag standardmäßig automatisch per SEPA-Lastschrift oder vom Bankkonto ein.
- Verlängern: laut Klarna in der App möglich. Was das kostet, nennt Klarna auf der Produktseite nicht. Sehen Sie vor dem Bestätigen in der App nach.
- Voraussetzungen: Adresse und Telefonnummer in Deutschland, mindestens 18 Jahre, und Sie müssen „zur Verifizierung in der SCHUFA-Datenbank vorliegen“.
- Bonitätsprüfung: ja, laut Klarna ein „Soft Check“, der keinen Einfluss auf die Kreditwürdigkeit hat und für andere Kreditgeber nicht sichtbar ist.
Quellen: Klarna, „Bezahle in bis zu 30 Tagen“, und Klarna-Kundenservice, „Führt Klarna eine Schufa-Prüfung durch?“, beide abgerufen am 26. Oktober 2026.
Unsere Einschätzung: Das Risiko liegt bei Klarna weniger in der Prüfung als im Überblick. Weil die Frist erst mit dem Versand beginnt, hat jede Bestellung ihren eigenen Fälligkeitstag. Wer mehrere Bestellungen gleichzeitig offen hat, sollte die Termine in der App im Blick behalten. Ein negativer Eintrag entsteht nicht durch die Prüfung, sondern durch eine Rechnung, die trotz Mahnung offen bleibt.
Wie wirkt sich das auf den Schufa-Score aus?
„Später bezahlen“ ist ein Zahlungsaufschub, rechtlich eine Form der Finanzierung, auch wenn er nichts kostet. Deshalb prüfen beide Anbieter vorher Ihre Bonität. Was diese Prüfung für Ihren Score bedeutet, beantworten sie unterschiedlich. Klarna zählt „In bis zu 30 Tagen bezahlen“ ausdrücklich zu den Prüfungen, die keinen Einfluss auf die Kreditwürdigkeit haben. Eine Prüfung mit möglichem Einfluss nennt Klarna nur beim Antrag auf die Klarna Kreditkarte. PayPal schreibt in seiner Datenschutzerklärung nur, dass es Daten „mit Kreditauskunfteien“ austauscht, um Ihre Kreditwürdigkeit zu bewerten. Welche Auskunftei das ist und ob die Prüfung im Score sichtbar wird, steht dort nicht.
Zahlung nach 30 Tagen: Prüfung ja, negativer Eintrag nein
Wer eine Rechnung über „später bezahlen“ innerhalb der Frist von 30 Tagen vollständig begleicht, muss keinen negativen Schufa-Eintrag fürchten. Ein negativer Eintrag entsteht erst dann, wenn eine Forderung trotz Mahnung offen bleibt. Ob eine Prüfung bei der Schufa gespeichert ist, sehen Sie nicht im Bezahlvorgang, sondern nur in Ihrer kostenlosen Datenkopie (dazu unten mehr).
Worauf Sie achten sollten
Bei größeren Anschaffungen kann es sinnvoller sein, einen Kredit bei der Bank aufzunehmen. Dort sind die Zinsen häufig niedriger und es entsteht nur eine einzelne, planbare Bonitätsanfrage. Behalten Sie zudem den Überblick über offene „später bezahlen“-Rechnungen, damit keine Forderung versehentlich in den Verzug gerät. Was von Angeboten ohne Bonitätsprüfung zu halten ist, lesen Sie im Ratgeber Kredit ohne Schufa.
Ab 20. November 2026: „später bezahlen“ wird Verbraucherkredit
Am 20. November 2026 tritt das Gesetz zur Umsetzung der EU-Verbraucherkreditrichtlinie in Kraft. Es steht im Bundesgesetzblatt 2026 I Nr. 139 vom 18. Mai 2026: „Dieses Gesetz tritt vorbehaltlich des Absatzes 2 am 20. November 2026 in Kraft.“ Bisher gelten die Regeln für Verbraucherkredite nur für einen „entgeltlichen Zahlungsaufschub“ (§ 506 Absatz 1 BGB, geltende Fassung), das kostenlose Zahlen nach 30 Tagen fällt also nicht darunter. Ab dem Stichtag gelten sie auch für kostenlose Zahlungsaufschübe. Ausgenommen ist ein kostenloses Zahlungsziel von höchstens 50 Tagen nur noch, wenn der Händler es selbst gewährt, „ohne dass ein Dritter ein Darlehen, einen Zahlungsaufschub oder eine sonstige Finanzierungshilfe gewährt“ (§ 506 Absatz 1 BGB in der neuen Fassung). Bei PayPal und Klarna steht genau so ein Dritter zwischen Ihnen und dem Shop.
Was sich damit für Sie ändert:
- Strengere Prüfung: Der Anbieter muss Ihre Kreditwürdigkeit „eingehend“ prüfen und darf nur zusagen, wenn es „wahrscheinlich“ ist, dass Sie zurückzahlen (§ 505a Absatz 1 BGB). Heute reicht selbst bei normalen Verbraucherkrediten, dass keine erheblichen Zweifel an der Rückzahlung bestehen.
- Grundlage der Prüfung: Informationen zu Einkommen, Ausgaben und anderen finanziellen Umständen, „erforderlichenfalls auch durch Abfrage bei einer Datenbank, aber nicht aus sozialen Netzwerken“ (§ 505b BGB).
- Ablehnung: Sagt der Anbieter nein, muss er Ihnen das „unverzüglich mitteilen“ und Sie gegebenenfalls auf eine Schuldnerberatung hinweisen (§ 505a Absatz 1 BGB). Einen Grund muss er nach dieser Vorschrift nicht nennen.
Unsere Einschätzung: Wer „später bezahlen“ heute schon gelegentlich nicht angeboten bekommt, wird ab dem 20. November eher häufiger abgelehnt, weil die Hürde im Gesetz steigt. Das ist eine Einschätzung, keine Zahl. Belastbare Daten gibt es erst nach dem Stichtag. Sinnvoll ist deshalb, jetzt die kostenlose Datenkopie bei der Schufa anzufordern und falsche Einträge vor dem Stichtag zu klären. Für wen das nichts ist: Wer „später bezahlen“ nie nutzt oder es bisher immer problemlos bekommt, muss vor dem 20. November nichts tun.
Wenn „später bezahlen“ plötzlich nicht mehr angeboten wird
Die kurze Antwort: Die Funktion wurde nicht abgeschafft. PayPal und Klarna bieten sie weiterhin an, entscheiden aber bei jedem einzelnen Kauf neu, ob Sie sie bekommen. Fällt diese automatische Prüfung negativ aus, verschwindet die Zahlungsart einfach aus der Auswahl, meist ohne dass ein Grund genannt wird. Das ist der häufigste Grund dafür, dass „Bezahlung nach 30 Tagen“ gestern noch da war und heute fehlt.
Sie sind damit nicht allein: In den Google-Suchdaten unserer eigenen Website taucht diese Frage rund 400 Mal im Monat auf, in Formulierungen wie „paypal 30 tage später zahlen geht nicht mehr“ oder „warum lehnt paypal zahlung nach 30 tagen ab“ (eigene Auswertung der GfV, Stand August 2026).
Was die Anbieter selbst dazu sagen
PayPal beschreibt die Voraussetzungen in seiner Hilfe wörtlich so:
„Wir bieten die Option ‚Bezahlung nach 30 Tagen‘ einer wachsenden Anzahl unserer Kunden an. Die Verfügbarkeit hängt von mehreren Kriterien ab, wie z.B. Kreditwürdigkeit, Kaufgröße (nur verfügbar für Einkäufe zwischen 1 EUR und 3.000 EUR) und Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein, um sich bewerben zu können. […] Die Option ‚Bezahlung nach 30 Tagen‘ ist für bestimmte Händler und Waren nicht verfügbar.“
Nachlesen können Sie das in der PayPal-Hilfeseite „Was ist ‚Bezahlung nach 30 Tagen‘?“.
Klarna wird bei den Kriterien deutlicher und nennt unter anderem Kreditwürdigkeit, Einkommen, Beschäftigungsverhältnis, Ausgabeverhalten, Verschuldung im Verhältnis zum Einkommen, Wohnsitzstatus, Kredithistorie und bestehende Kredite. Zwei Sätze aus dem Klarna-Kundenservice sind für Betroffene besonders wichtig:
„Jeder Kauf hat eine erneute automatische Bonitätsprüfung zur Folge. Eine Ablehnung bedeutet also nicht, dass zukünftige Käufe ebenfalls abgelehnt werden. […] Unser Kundenservice hat keine zusätzlichen Informationen über den automatischen Ablehnungsgrund, der auf den Entscheidungsdaten der Auskunfteien basiert, und kann die Entscheidung nicht ändern oder beeinflussen.“
Quelle: Klarna-Kundenservice, „Warum kann ich meine gewünschte Zahlungsart nicht nutzen?“. Klarna schreibt dort ausdrücklich, abgelehnte Käufe hätten keinen Einfluss auf die Kreditwürdigkeit.
Die vier häufigsten Ursachen im Überblick
| Ursache | Woran Sie es erkennen | Was hilft | Wann das der falsche Weg ist |
|---|---|---|---|
| Bonitätsprüfung negativ | Die Option fehlt bei mehreren verschiedenen Händlern, nicht nur in einem Shop. | Kostenlose Datenkopie bei der Auskunftei anfordern und prüfen, ob dort ein falscher oder veralteter Eintrag steht. | Wenn Sie nur diesen einen Kauf abschließen wollen. Die Prüfung eines Eintrags dauert Wochen, eine andere Zahlungsart Sekunden. |
| Warenkorb außerhalb der Grenzen | Die Option fehlt nur bei sehr kleinen oder sehr großen Beträgen. | PayPal nennt 1 Euro bis 3.000 Euro. Darunter und darüber gibt es die Option nicht. | Immer. Das ist eine feste Betragsgrenze des Anbieters, daran lässt sich nichts ändern. |
| Händler oder Ware ausgeschlossen | Die Option fehlt nur in diesem einen Shop oder nur bei diesem Artikel. | Nichts an Ihren Daten. Es liegt am Händler oder an der Warengruppe. | Die Auskunftei anzuschreiben. Ihre Bonität ist hier gar nicht der Grund. |
| Kontovoraussetzungen nicht erfüllt | Die Option war noch nie da, obwohl das Konto lange besteht. | PayPal verlangt ein deutsches Privatkonto mit SEPA-Mandat oder Karte, Wohnsitz in Deutschland, Mindestalter 18 und ein beanstandungsfreies Konto. | Ein zweites Konto anzulegen. Das löst das Problem nicht und kann zusätzliche Prüfungen auslösen. |
Zusammenstellung der GfV Gesellschaft für Verbraucherschutz auf Grundlage der Angaben von PayPal und Klarna, abgerufen am 31. August 2026.
Unsere Einschätzung: nach einer Ablehnung nicht weiter probieren
Der erste Reflex ist, es gleich noch einmal zu versuchen, im selben Shop oder im nächsten. Davon raten wir ab. Nach Klarnas eigener Angabe löst jeder Kaufversuch eine neue automatische Bonitätsprüfung aus. Sie erzeugen damit in kurzer Zeit mehrere Prüfungen, ohne die Ursache zu kennen, und das Ergebnis wird beim nächsten Versuch nicht besser. Sinnvoller ist der umgekehrte Weg: einmal nachsehen, was über Sie gespeichert ist, und erst danach entscheiden.
Für wen das nichts ist: Wenn die Option nur bei einem einzigen Händler fehlt oder Ihr Warenkorb über 3.000 Euro liegt, liegt es nicht an Ihren Daten. Dann bringt weder eine Datenkopie noch eine rechtliche Prüfung etwas, und Sie sollten sich die Mühe sparen. Einschätzung der GfV Gesellschaft für Verbraucherschutz, Stand August 2026.
Was Sie verlangen dürfen, wenn Sie den Grund wissen wollen
Wenn eine Maschine über Sie entscheidet, haben Sie ein Auskunftsrecht. Artikel 15 Absatz 1 Buchstabe h der Datenschutz-Grundverordnung gibt Ihnen Anspruch auf Auskunft über
„das Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling gemäß Artikel 22 Absätze 1 und 4 und – zumindest in diesen Fällen – aussagekräftige Informationen über die involvierte Logik sowie die Tragweite und die angestrebten Auswirkungen einer derartigen Verarbeitung für die betroffene Person.“
Und Artikel 15 Absatz 3 Satz 1 stellt klar: „Der Verantwortliche stellt eine Kopie der personenbezogenen Daten, die Gegenstand der Verarbeitung sind, zur Verfügung.“ Diese Datenkopie ist kostenlos, und zwar sowohl bei der Auskunftei als auch beim Zahlungsdienst selbst. Den Wortlaut finden Sie in Artikel 15 DSGVO.
Praktisch heißt das: Fordern Sie die kostenlose Datenkopie bei der Auskunftei an und sehen Sie nach, ob dort ein Eintrag steht, den Sie nicht kennen oder der längst erledigt ist. Wie Sie damit weiter umgehen, steht in unserem Ratgeber zum Schufa-Eintrag und Score löschen.
Häufige Fragen
Sieht die Schufa, wenn ich bei PayPal nach 30 Tagen zahle?
Das sagt PayPal nicht. Laut Datenschutzerklärung tauscht PayPal Daten mit Kreditauskunfteien aus, um Ihre Kreditwürdigkeit zu bewerten, nennt aber weder die Auskunftei noch die Folgen für den Score. Sicher ist: Wer pünktlich zahlt, bekommt keinen negativen Eintrag. Ob eine Anfrage über Sie gespeichert ist, zeigt die kostenlose Datenkopie der Schufa.
Entsteht ein Eintrag, wenn ich pünktlich innerhalb der 30 Tage zahle?
Nein. Wer die Rechnung innerhalb der Frist vollständig begleicht, muss keinen negativen Schufa-Eintrag fürchten.
Und wie ist das bei Klarna?
Klarna legt offen, welche Zahlungsart welche Prüfung auslöst. Die drei Varianten im Vergleich:
- Sofort bezahlen: per Sofortüberweisung laut Klarna ohne Bonitätsprüfung, per Lastschrift mit einer Prüfung ohne Einfluss auf die Kreditwürdigkeit.
- In bis zu 30 Tagen bezahlen: ein Zahlungsaufschub ab Versand. Klarna prüft bei jedem Kauf, laut eigener Angabe ohne Einfluss auf die Kreditwürdigkeit. Wer fristgerecht zahlt, bekommt keinen negativen Eintrag.
- Ratenkauf: ein echter Kreditvertrag mit Zinsen, im Beispiel von Klarna 13,27 Prozent effektiver Jahreszins. Auch hier ordnet Klarna die Prüfung als ohne Einfluss auf die Kreditwürdigkeit ein. Die laufenden Raten bleiben aber eine echte Verpflichtung, die Ihren finanziellen Spielraum bindet.
Einen Zahlungsaufschub ohne Bonitätsprüfung gibt es bei Klarna nicht.
Kostet es etwas, bei PayPal 30 Tage später zu zahlen?
Nein. Für die Bezahlung nach 30 Tagen fallen laut PayPal keine zusätzlichen Gebühren an. PayPal zieht den Betrag nach 30 Tagen automatisch ein. Kosten entstehen nur, wenn Sie die Frist einmalig auf 60 oder 84 Tage verlängern.
Warum kann ich bei PayPal oder Klarna nicht mehr nach 30 Tagen bezahlen?
Die Funktion gibt es weiterhin. Beide Anbieter prüfen aber bei jedem Kauf neu, ob sie Ihnen die Zahlungsart anbieten. Fällt die automatische Prüfung negativ aus, verschwindet die Option ohne Begründung. Weitere Ursachen sind der Betrag (PayPal bietet die Zahlung nach 30 Tagen nur zwischen 1 und 3.000 Euro an) sowie ausgeschlossene Händler und Waren. Alle Ursachen im Überblick.
Was ändert sich ab 20. November 2026 bei „später bezahlen“?
Ab dem 20. November 2026 gilt das Verbraucherkredit-Recht auch für kostenlose Zahlungsaufschübe, wenn ein Dritter wie PayPal oder Klarna sie gewährt. Der Anbieter muss Ihre Kreditwürdigkeit dann eingehend prüfen und darf nur zusagen, wenn die Rückzahlung wahrscheinlich ist. Lehnt er ab, muss er Ihnen das unverzüglich mitteilen. Alle Änderungen im Überblick.
Schadet eine abgelehnte Zahlung meinem Schufa-Score?
Klarna schreibt dazu, abgelehnte Käufe hätten keinen Einfluss auf die Kreditwürdigkeit. Die Prüfung selbst findet aber statt, und jeder weitere Versuch löst nach Klarnas eigener Angabe eine erneute Bonitätsprüfung aus. Wir raten deshalb davon ab, nach einer Ablehnung mehrfach hintereinander neu zu probieren.
Was ist der Unterschied zwischen einer Anfrage und einem Eintrag?
Eine Anfrage ist die Bonitätsprüfung vor dem Kauf. Ein negativer Eintrag entsteht erst, wenn Sie eine Forderung trotz Mahnung nicht bezahlen. Falsche oder veraltete Einträge dürfen Sie löschen lassen.
Falscher Schufa-Eintrag? Unverbindlich prüfen lassen
Nicht jeder negative Schufa-Eintrag ist rechtmäßig. Veraltete, falsche oder unzulässige Einträge dürfen gelöscht werden und verbessern Ihren Score sofort. Mehr dazu in unserem Ratgeber zum Schufa-Eintrag und Score löschen. Wenn Sie unsicher sind, ob ein Eintrag korrekt ist, prüfen wir Ihren Fall unverbindlich.
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